Saubere und gesunde Luft – Auswirkungen des Raumklimas auf die Gesundheit

Die Luftqualität in unseren Innenräumen ist oftmals alles andere als gut und wir widmen ihr meist wenig Beachtung. Dabei verbringen wir die meiste Zeit unseres Tages in geschlossenen Räumen und atmen rund 10.000 Liter Luft pro Tag. Ein behagliches und gesundes Raumklima hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, auf unser körperliches und geistiges Leistungsniveau und auf unsere Gesundheit. So atmen wir nicht nur lebensnotwendigen Sauerstoff, sondern auch Schadstoffe aus unterschiedlichen Quellen, wie Feinstaub, Dieselruß, Ammoniak oder Ozon ein.

Pärchen geniesst saubere und gesunde Luft zu Hause

Luftqualität in geschlossenen Räumen

Die ideale Zusammensetzung von sauberer Luft besteht aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,03% Kohlendioxid und 0,93% Edelgasen. Sobald sich Menschen, Tiere oder Gegenstände in einem Raum befinden, ändert sich diese Zusammensetzung jedoch. Durch das Atmen sinkt der Sauerstoffgehalt in der Luft – Kohlendioxid, Temperatur und Luftfeuchtigkeit steigen an. Je mehr Menschen sich in einem geschlossenen Raum aufhalten umso schneller gibt es „dicke Luft“. Aber auch aus diversen Gegenständen in unseren Räumen wie Möbel, Tapeten oder Teppichen werden Chemikalien und Schadstoffe ausgedünstet und verweilen dann in unserer Atemluft.

Schadstoffe und Partikel in der Luft

Auch von außen gelangen Schadstoffe in unsere Innenräume. Reizgase wie Ozon, gefährlicher Feinstaub aus Verbrennungsprozessen von Fahrzeugen und der Industrie oder Dieselruß können in unseren Organismus eindringen und unsere Gesundheit belasten. Untersuchungen von amerikanischen Herz-Kreislauf-Experten und der Harvard University haben ergeben, dass Feinstaub das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle erhöhen kann (mehr lesen auf sueddeutsche.de). Eine besondere Belastung trifft Menschen, die in Großstädten leben, darunter vor allem Kinder, ältere Menschen sowie Menschen, die bereits unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Allergien oder Atemwegserkrankungen leiden.

Zigarettenrauch

Rund 4800 unterschiedliche Bestandteile gibt es im Zigarettenrauch, davon werden derzeit insgesamt 69 als krebserregend eingestuft. Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid sind dabei die am besten untersuchten Stoffe des Tabakrauchs. Aber nicht nur die Inhaltsstoffe, die natürlicherweise in Tabak vorhanden sind, sondern auch jene, welche bei der Zigarettenherstellung hinzugefügt werden, können unseren Organismus belasten und krank machen.

Unter anderem enthält Tabakrauch folgende Stoffe:
  • Teer
  • Kohlenmonoxid
  • Nikotin
  • Reizgase
  • Freie Radikale
  • Stickstoff
  • Nitrosamine
  • Polonium 210
  • Benzo(a)pyren
  • Benz(a)anthrazen
  • Cadmium
  • Cyanide
  • Nickel
  • Zink
  • Formaldehyd
  • Stickoxide
  • Ammoniak
  • Aceton
  • Acrolein
  • Benzol
  • Hydrazyn

Wie schädlich ist Zigarettenrauch in der Raumluft?

Zigarettenrauch ist nicht nur für den Rauchenden selbst, sondern bekanntermaßen auch insbesondere für Passivraucher extrem schädlich. Selbst wenn die Zigarette längst erloschen und der Raum gelüftet ist, setzen sich giftige Rückstände in Haaren, Kleidung, Möbeln, Gardinen und Teppichen fest. Die unsichtbaren Ablagerungen werden dann beispielsweise in Teppichböden und Vorhängen immer wieder aufgewirbelt und unbewusst eingeatmet. Babys und Kinder können mit Rauchablagerungen auf der Kleidung von Erwachsenen in Kontakt kommen und die Giftstoffe dann sogar über die Haut aufnehmen.

Wie kann man Zigarettenrauch aus der Wohnung schnell entfernen?

Um den blauen Dunst möglichst schnell wieder aus der Wohnung zu bekommen, muss zunächst gründlich gelüftet werden. Wenn jedoch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum in den eignen vier Wänden geraucht wird, dann setzen sich Schadstoffe und Geruchspartikel mit der Zeit hartnäckig an unserer Inneneinrichtung ab. Mit Hilfe eines Luftreinigers, der mit einem HEPA-und Aktivkohlefilter ausgestattet ist, lassen sich Rauchpartikel und Gase um bis zu 99,9% schon in kurzer Zeit aus der Raumluft filtern.

Luftfeuchtigkeit – welches Maß ist ideal?

Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil von Wasser in Form von Wasserdampf in unserer Luft. Die Luftfeuchtigkeit ist umso höher, je mehr Wasser in der Luft vorhanden ist. Damit wir uns wohlfühlen, sollte die ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent betragen. Ist sie niedriger oder höher, kann das Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit haben.

Folgen von zu trockener Luft

Trockene Luft bekommen wir hauptsächlich in den Wintermonaten durch das Heizen der Räume. Wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt, trocknen unsere Schleimhäute aus und wir werden anfälliger für durch Viren und Bakterien verursachte Infekte oder auch Nasenbluten. Laut einer amerikanischen Studie bleiben Grippeviren in trockener Luft länger aktiv und fördern so die Ansteckungsgefahr. Zudem erleichtert eine höhere Luftfeuchtigkeit das Atmen insgesamt. Die Luftfeuchtigkeit kann bei zu trockener Luft durch verschiedene Maßnahmen verbessert werden, beispielsweise durch Heizungsverdunster, die mit Wasser befüllt und vor die Heizung gehängt werden. Auch das Trocknen von gewaschener Wäsche in der Wohnung kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Folgen von zu feuchter Luft

Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, empfinden wir das als unangenehm drückend. Oft lässt unsere Leistungsfähigkeit nach und der Mensch fühlt sich schlapp. Dies merken wir speziell in den heißen Sommermonaten, wenn die Luft schwül ist. Hinzu kommt noch, dass wir selbst eine gewisse Menge an Wasserdampf angeben, denn selbst wenn wir uns nicht bewegen, schwitzen wir pro Tag ca. 1 Liter Wasser aus. Sind wir aktiv, dann kann sich der abgegebene Wasserdampf sogar verdoppeln. Leben mehrere Personen im Haushalt, dann potenziert sich unser Beitrag zur Luftfeuchtigkeit entsprechend schnell. Wenn Sie einen Luftbefeuchter in Gebrauch haben, ist dieses Gerät hier eher kontraproduktiv und sollte bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit entsprechend eingestellt werden. Ersatzweise können Lufttrockner dann die Luftfeuchtigkeit reduzieren. Auch häufiges und regelmäßiges Lüften sorgt für Abhilfe und tauscht die Luft aus.

Schimmelpilze – in der Raumluft eine Belastung für den Menschen

Schimmelpilzsporen befinden sich ständig in unserer Luft. Ist die Feuchtigkeit in der Raumluft auf Dauer zu hoch, können sie sich besonders gut verbreiten, denn feuchte Stellen bieten ihnen einen guten Nährboden und mit der Zeit kann es dann zu Schimmelbildung kommen. Um Schimmelbildung vorzubeugen, ist das regelmäßige und gründliche Lüften der Räume wichtig, um die Feuchtigkeit wieder nach außen zu befördern.

Oft wird Schimmelbildung zu spät entdeckt, wenn er sich auf unseren Wänden oder anderen feuchten Stellen schon eingenistet hat. Hier muss grundsätzlich zunächst nach der Ursache gesucht werden und dann sollte der Schimmel möglichst schnell beseitigt werden, sonst kann dies zu Atemwegserkrankungen und Allergien führen. Luftreiniger mit einem HEPA-Filter leisten auch gegen Schimmelsporen und spätere Schimmelbildung gute Dienste. Sie reduzieren die Schimmelsporen in der Luft und filtern bis zu 99,9% der Partikel. In Verbindung mit einem Aktivkohlefilter wird gleichzeitig der modrige Geruch beseitigt. Ein Luftreiniger kann hier jedoch immer nur unterstützend wirken, daher sollte zunächst immer die eigentliche Ursache für Schimmelbildung behoben werden.

Kohlendioxid – Messgröße für die Luftqualität

Der Kohlendioxidgehalt in unserer Luft bildet den Maßstab für unsere Luftqualität. Er ist für unser Wohlbefinden von großer Bedeutung, denn wenn die Konzentration des Kohlendioxids ansteigt fühlen wir uns müde und schlapp und die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Bei einer entsprechend hohen Konzentration kann dies schlimmstenfalls sogar zu Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen führen.

Wie und die häufig sollte man am Tag lüften?

Die verbrauchte Luft in unseren Räumen sollte mehrmals täglich durch frische Luft von außen ausgetauscht werden. Es empfiehlt sich, bis zu viermal täglich regelmäßig gründlich zu lüften. Gerade in der Nacht geben wir viel Feuchtigkeit an die Raumluft ab, so ist das Lüften am Morgen besonders wichtig. Auch während des Tages und nochmals vor dem Schlafengehen sollte gelüftet werden, dies sorgt zudem für einen guten und gesunden Schlaf.

Eine Querlüftung mit ordentlich Durchzug macht dabei am meisten Sinn. Denn dann wird auch die verbrauchte Luft in den Ecken gründlich ausgetauscht. Am besten für 5-10 Minuten mehrere Fenster und Balkontüren breit öffnen, das ist wesentlich effektiver und energieschonender als die Fenster in Dauerkippstellung zu halten.

So verbessert man die Luftqualität

Um die Luftqualität in den Innenräumen dauerhaft und nachhaltig zu verbessern, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Räume lüften: Regelmäßiges und gründliches Lüften sollte immer auf der Tagesordnung stehen. Vor allem dann, wenn Sie in einer Umgebung mit guter Außenluft wohnen, sollten Sie täglich mehrmals die Fenster öffnen und die Raumluft austauschen.
  2. Einsatz eines Luftreinigers: Wenn die Luft draußen nicht sehr gut ist und Sie beispielsweise in der Großstadt oder an stark befahrenen Straßen leben, dann empfiehlt sich der dauerhafte Einsatz eines Luftreinigers.

Fazit zum Thema Auswirkungen von Raumklima auf die Gesundheit

Saubere und frische Luft hat große Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ist die Luft gut, dann fühlen wir uns fitter, unsere Konzentrationsfähigkeit bleibt erhalten und wir verspüren mehr Energie. Durch regelmäßiges und sachgemäßes Lüften der Innenräume sorgen wir für den notwendigen Luftaustausch und eine optimale Luftfeuchtigkeit. Luftreiniger wirken hier unterstützend und filtern zusätzlich schädliche Partikel aus der Luft.