Schadstoffe in der Luft – Diese 9 Belastungen können das Raumklima verschlechtern

Schadstoffe in unserer Atemluft – nahezu überall sind sie vorhanden. Aber sie befinden sich nicht nur in der Außenluft, sondern auch und speziell in unseren Wohnungen und Häusern. So können bestimmte Schadstoffbelastungen in unseren Räumen teilweise sogar deutlich höher sein als draußen und damit unsere Luftqualität und Gesundheit erheblich beinträchtigen. Welche Schadstoffe das sind, wo sie herkommen und wie man sich vor ihnen schützen kann, zeigt dieser Artikel.

Auto mit Auspuff und Abgasen

1 – Feinstaub

Feinstaub sind schwebende Teilchen in der Luft, die ständig in unserer Atmosphäre verweilen, da sie nicht sofort zu Boden sinken. Diese teilweise ultrafeinen Partikel (bis zu 0,1 Mikrometer klein) sind für das menschliche Auge nicht zu erkennen und können unbemerkt über unsere Atemwege in weite Teile des Körpers gelangen und Erkrankungen auslösen. Kleinste Partikel dringen dabei in so tiefe Bereiche des Körpers vor, dass sie beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden werden können und sich über die Blutbahn im Körper verteilen.

Feinstaub hat zum einen seinen ganz natürlichen Ursprung ( z.B. Emissionen aus Meeren und Vulkanen, Bodenerosion) ,zum anderen entsteht er beispielsweise durch Verbrennungsprozesse in Kraftfahrzeugen, Öfen und Heizungen, Abfallverbrennungsanlagen und Kraft-und Fernheizwerken. Emissionen aus Prozessen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung sowie der Reifen-und Bremsenabrieb unserer Fahrzeuge sind weitere Quellen. Hohe Feinstaubkonzentrationen treten daher hauptsächlich in Ballungsgebieten und großen Städten mit dichtem Straßenverkehr auf.

Die belastete Außenluft kann durch geöffnete Fenster und Türen auch in unsere Innenräume gelangen. Zudem entstehen Feinstaubpartikel auch in unserem häuslichen Umfeld, beispielsweise durch Rauchen, Kochen und Braten, aus Druckern und offenen Kaminen. Da sich diese Belastungen sowohl aus natürlichen als auch aus „hausgemachten“ Quellen unseres modernen Lebens praktisch nicht vermeiden oder nur bedingt reduzieren lassen, sind wir ihnen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. In unseren Innenräumen können daher nur effektiv arbeitende Luftreiniger wirklich Abhilfe schaffen.

2 – Grob-/Hausstaub

Hausstaub, der auch Grobstaub genannt wird, setzt sich aus verschiedenen organischen und anorganischen Stoffen zusammen. Dabei ist die Mischung der jeweiligen Bestandteile immer von unseren individuellen und persönlichen Lebensumständen abhängig. Die geballte Ansammlung von Hausstaubpartikeln wird dann in unseren Wohnungen und Häusern als sogenannte „Wollmäuse“ sichtbar.

Haus-und Grobstaub besteht im Wesentlichen aus Hautschuppen, (Tier)-Haaren, Fasern aus der Kleidung, Fasern aus Polstermöbeln, Hausstaubmilben sowie Viren und Bakterien. Die größeren Partikel können sich teilweise an den Nasenhärchen festsetzen oder auch bis zu den Schleimhäuten des Nasen-und Rachenbereichs vordringen. So entwickeln Menschen, die sensibel auf bestimme Bestandteile des Hausstaubs reagieren, Allergien, die sich durch tränende Augen, eine laufende Nase oder eine verstopfte Nase bemerkbar machen können.
Da Hausstaub praktisch allgegenwärtig ist und kaum vermieden werden kann, hilft nur eine regelmäßige und gründliche Reinigung der Wohnumgebung durch regelmäßiges Staubsaugen, Staubwischen sowie Lüften der Räume.

3 – Milben

Hausstaubmilben befinden sich überall: in unseren Betten, Sofas und Teppichen. Sie sind permanente und natürliche Mitbewohner in unseren Räumen und entstehen oder vermehren sich keinesfalls etwa durch mangelnde Hygiene. Aufgrund des idealen Klimas, nisten sich Milben hauptsächlich in regelmäßig genutzten Matratzen ein. Das tun sie besonders gerne in den wärmeren Monaten von Mai bis Oktober, während in den kälteren Monaten aufgrund der geringeren Luftfeuchtigkeit eine große Zahl der Milben abstirbt.

Genau genommen reagieren Allergiker aber nicht auf die Tiere an sich, sondern auf den Kot der Hausstaubmilbe. Der Kot zerfällt in kleine Teilchen und vermischt sich dann durch Aufwirbelungen z.B. beim Bettenmachen mit dem restlichen Hausstaub. Allergiegeplagte Menschen reagieren dann durch das Einatmen des Staubes mit juckenden und tränenden Augen, Niesen oder Hustenreiz bis hin zu Kopfschmerzen oder Asthma. Besonders stark sind die Beschwerden nachts oder morgens nach dem Aufstehen.

Betroffene Allergiker können insbesondere in den Betten durch verschiedene Maßnahmen für Abhilfe sorgen. Für Matratzen gibt es allergendichte Überzüge und für die Oberbetten ebensolche Zwischenbezüge. Darüber hinaus sollte die Bettwäsche regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Glatte Flächen von Fußböden aus Laminat oder Parkett müssen ebenso regelmäßig feucht durchgewischt werden, um den Staub zu entfernen. Eine gänzlich staub-und milbenfreie Wohnung lässt sich jedoch auch mit diesen Maßnahmen im Grunde nicht schaffen, kann aber in großen Teilen für eine weitestgehend allergenfreie Umgebung sorgen.

4 – Pollen

Blüten-und Gräserpollen machen sich nahezu das ganze Jahr hindurch auf den Weg – auch in unsere Häuser und Wohnungen. Sie verbreiten sich durch den Wind oder über Insekten und sind die männlichen Blütenbestandteile blühender Pflanzen. Allergen wirkend ist dabei nicht das Pollenkorn, sondern dessen Inhaltsstoffe, die beim Kontakt mit unseren Schleimhäuten freigesetzt werden.

Hasel-, Erle-, und Birkenpollen gelten als besonders allergen, ihre Blütezeit beginnt schon im Januar/Februar und reicht bis in den April. Ein Großteil aller Allergiker reagiert auf diese sogenannten Frühblüher, gefolgt von Gräserpollen, die meist im Mai/Juni/Juli blühen. Der Beginn der Blütezeit kann regional unterschiedlich ausfallen und startet im wärmeren Süden meist früher als im Norden.

Viele Allergiegeplagte können sich daher zu bestimmten Jahreszeiten und Regionen tagsüber kaum mehr im Freien aufhalten. Durch geöffnete
Fenster dringen Blüten-und Gräserpollen jedoch auch bis in unsere Wohnräume vor oder werden durch ihr Anhaften an der Kleidung und Haut mit in die häusliche Umgebung getragen.

Um das Leiden zu verringern, können Maßnahmen wie das sofortige Waschen von Händen und Gesicht, das Wechseln der Kleidung nach einem Aufenthalt im Freien , oder spezielle Medikamente, sogenannte Antihistaminika helfen. Wer auf dem Land lebt, sollte nur spätabends lüften und Städter nur frühmorgens, wenn noch nicht so viele Pollen unterwegs sind.

5 – Ruß

Ruß entsteht durch Verbrennungsprozesse und besteht wie auch Graphit und Diamant aus elementarem Kohlenstoff. Die gefährlichen Partikel werden beispielsweise bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff in Fahrzeugen oder dieselbetriebenen Baustellengeräten erzeugt. Diese sind stark anhaftend und werden als schwarzer Belag auf Flächen sichtbar.

Rußpartikel sind umso gefährlicher, je kleiner sie sind – teilweise haben sie die Größe von Feinstaub, und gelten laut einer langjährigen wissenschaftlichen Studie der WHO als krebserregend. Sie können über die Atemwege oder über die Haut in unseren Blutkreislauf gelangen und bis zum Gehirn vordringen. Hauptsächlich treten Belastungen durch Ruß an stark befahrenen Straßen, in Industrieregionen oder im Bereich von Kaminen oder alten Ölheizungen auf.

Gegen die Belastungen durch krebserregende Rußpartikel kann der einzelne Mensch kaum viel unternehmen, außer sich nicht längere Zeit oder dauerhaft in der Nähe von stark befahrenen Straßen aufzuhalten. Für saubere und reine Luft in den Innenräumen kann ein Luftreiniger effektiv für Abhilfe sorgen.

6 – Schimmel

Schimmel und Schimmelpilze sind ein natürlicher Bestandteil unserer Lebensräume und allgegenwärtig. In ihrer Wachstumsphase entwickeln Schimmelpilze mikroskopisch kleine Pilzfäden und Sporen, die sich besonders in einer feuchten und schlecht gelüfteten Umgebung rasch weiterverbreiten und später als schwarze Stockflecken oder bläulich-grüner Schimmel sichtbar werden. Durch das tägliche Kochen, Duschen oder auch durch Baumängel entsteht viel Feuchtigkeit in unseren Räumen, die bei zu hoher Luftfeuchtigkeit einen idealen Nährboden für Schimmelbildung bieten.

Wenn Schimmelsporen in großer Anzahl eingeatmet werden, können empfindliche Personen mit starken und anhaltenden allergischen Symptomen wie Augenreizungen, einer laufender Nase oder Atemwegserkrankungen reagieren.

Ist die Feuchtigkeitsbildung etwa auf bauliche Mängel zurückzuführen, sollten entsprechende Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden. Um Schimmelbildung -und Wachstum grundsätzlich vorzubeugen, ist immer richtiges Heizen und Lüften der Räume, mit regelmäßigem Abführen von Feuchtigkeit nach außen anzuraten. Luftreiniger sind in der Lage, Schimmelsporen um bis zu 99% aus der Raumluft herausfiltern. Ein zusätzlich eingebauter Aktivkohlefilter bindet die mit dem Schimmel oftmals einhergehenden modrigen und muffigen Gerüche.

7 – Tierhaare

Der Begriff Tierhaarallergie ist streng genommen nicht so ganz richtig. Denn Allergiker reagieren nicht direkt auf die Haare des Tieres, sondern auf Partikel mit bestimmten Proteinen aus deren Speichel, Kot, Talg, Urin oder Hauptschuppen. Diese bleiben beispielsweise durch Lecken des Fells an den Haaren der Tiere haften und verteilen sich anschließend überall in der Raumluft.

Die am weitesten verbreitete Tierhaarallergie ist die Katzenhaarallergie, und das Katzenallergen ist auch das potenteste. Es kann sich über längere Zeit hinweg in Räumen halten. Die kleinen Partikel können sich aufgrund ihrer guten Schwebeeigenschaften mit dem Wohnungsstaub vermischen und lassen sich oftmals nur schwer gänzlich durch den Hausputz eliminieren. Manche Menschen reagieren aber auch auf Hunde, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Pferde oder Vögel.

Allergiker, die auf diese Stoffe sensibilisiert sind, können mit allerlei unterschiedlichen Beschwerden reagieren. Durch das Einatmen der Allergene treten dann etwa nur leichtere Symptome wie tränende Augen, Augenrötungen, Niesen oder Schnupfen auf. Bei manchen Menschen führt dies aber auch bis hin zu starkem Asthma oder einer Anaphylaxie.

Wer an einer bestimmten Tierhaarallergie leidet, sollte möglichst den Kontakt mit diesen Tieren vermeiden. Ist jedoch das geliebte Haustier die Ursache der Symptome, wird dies schwieriger, da hier meist nur eine Trennung vom Tier sofortige und dauerhafte Abhilfe schaffen kann. Da dies jedoch für viele Tierbesitzer kaum vorstellbar ist, sollten zunächst penible Hygienemaßnahmen im Haushalt versucht werden. Dazu gehört das regelmäßige und gründliche Wischen von Böden, Staubsaugen der Teppiche und Entfernen von sonstigem Hausstaub. Gegenstände, an denen sich Staub leicht ansetzt, sollten grundsätzlich aus der Wohnung entfernt werden. Auch das sofortige Waschen der Hände nach jedem Kontakt mit dem Tier ist notwendig, das Kämmen des Tieres sollten am besten andere Familienmitglieder übernehmen. Auch ärztlich verschriebene Antihistaminika als Tabletten, Sprays oder Tropen können bei manchen Allergikern Abhilfe schaffen.

8 – Viren und Bakterien

Viren und Bakterien befinden sich nahezu überall und können leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden und mitunter Krankheiten auslösen. Sie übertragen sich durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen, aber auch durch den direkten Kontakt mit anderen Personen, z.B. beim Händeschütteln.

Bakterien können sowohl gutartig als auch bösartig sein und sind bis zu hundertmal größer als Viren. Dringen bösartige Bakterien in unseren Körper ein, produzieren sie zum Teil giftige Stoffwechselprodukte, die krankheitserregend sein können. Auch die sehr viel kleineren und in ihrer Struktur einfacher aufgebauten Viren können uns krank machen. So können Viren durch ihren Vermehrungsprozess die Zellen in unserem Körper zerstören.

Gegen Bakterien können Antibiotika helfen. Diese greifen die Strukturen der Bakterien an, was zum Absterben der Bakterien führt. Es gibt auch Antibiotika, die Bakterien nicht abtöten, sondern diese nur an ihrer Vermehrung hindern. Gegen Viren können Antibiotika dagegen nichts ausrichten, da sie keinen eigenen Stoffwechsel und auch keine Zellwand besitzen. Zur Behandlung von viralen Infekten wie beispielsweise Erkältungen, können jedoch andere Mittel zur Hemmung der Vermehrung von Viren eingesetzt werden. Diese lindern aber meist nur die Symptome einer Erkältung. Luftreiniger können Viren und Bakterien mit einer Größe von bis zu 0,3 Mikrometer eliminieren und damit deutlich das Infektionsrisiko und Übertragungspotential minimieren.

9 – Zigarettenrauch/Rauchpartikel

Zigaretten-und Zigarrenrauch enthält mehrere tausend verschiedene Chemikalien und gesundheitsschädliche Stoffe. Viele davon gelten als krebserregend. Nur 20% des Rauchs werden beim Rauchen einer Zigarette oder Zigarre vom Raucher selbst inhaliert, die restlichen 80% vermischen sich hingegen mit der Raumluft. Der Anteil an krebserregenden Stoffen in der Raumluft ist um bis zu 130 Mal höher als der Anteil des vom Raucher selbst inhalierten Rauchs. Passivraucher sind somit weitaus gefährdeter als der Raucher selbst.

Um sich vor gesundheitsschädlichem Tabakqualm zu schützen, hilft nur, im Freien zu Rauchen und möglichst nicht in geschlossenen Räumen. Wer in den eigenen vier Wänden darauf nicht verzichten kann oder möchte, dem kann ein Luftreiniger oder Ionisator gute Dienste leisten. Luftreiniger, die mit speziellen Smoke-Stopp-Filtern ausgestattet sind, eliminieren die Rauchpartikel aus der Raumluft und beseitigen gleichzeitig den unangenehmen Rauchgeruch.

Fazit zum Thema Schadstoffe in der Raumluft

Schadstoffe in unserer Raumluft können unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden mitunter erheblich beeinträchtigen. Welche Luftqualität und welche Schadstoffe wir täglich einatmen wissen wir nicht, da sie zumeist nicht sichtbar für das menschliche Auge sind. Durch entsprechende Maßnahmen und gute Hygiene können wir selbst schon einiges für die Verbesserung des Raumklimas tun, allerdings reicht dies bei vielen allergiegeplagten und empfindlichen Menschen nicht immer aus. Gute Luftreiniger können durch ihr ausgeklügeltes Filtersystem nahezu alle Schadstoffe effektiv aus unserer Raumluft entfernen und damit nachhaltig und dauerhaft für reine und frische Luft sorgen.