Luftreiniger für Allergiker – Endlich wieder frei durchatmen

Die Augen jucken und tränen, die Nase läuft, die Bronchien werden eng. Manche Menschen reagieren auf allergische Substanzen sogar mit heftigen Niesattacken. Nachts erholsam schlafen ist dann nur noch sehr eingeschränkt möglich. Man wälzt sich von links nach rechts und wieder zurück. Manche Allergiker wachen am Morgen mit verklebten Augen und gereizten, trockenen Schleimhäuten auf. Allergien können unsere Lebensqualität stark einschränken und viele Allergiegeplagte finden nur schwer echte Abhilfe.

Mann auf Graswiese leidet unter Pollenallergie

Kann ein Luftreiniger die Symptome lindern? Oder gar die Ursachen der Allergie aus der Luft filtern? Eindeutig ja! Luftreiniger können allergieauslösende Belastungen um bis zu 99,99% aus unserer Raumluft filtern. Dies zeigen sowohl Tests und auch zahlreiche Anwender berichten über positive Verbesserungen ihrer Befindlichkeiten. Gute Luftreiniger arbeiten sehr effektiv und es gibt kein besseres Hilfsmittel, um die Luft dauerhaft und langanhaltend von Allergenen zu befreien.

Funktionsweise – So vermindert ein Luftreiniger die Ursachen für Allergien

Ein Luftreiniger saugt mittels eines Ventilators die allergenen Partikel aus der Raumluft an und leitet sie durch mehrere hintereinander geschaltete Filter. Anschließend wird die gründlich gereinigte Luft wieder in den Raum abgegeben. Dabei arbeitet der Luftreiniger mit kontinuierlicher Luftumwälzung, welche eine deutliche Verminderung von Allergenen in der Luft nach sich zieht.

Diese Filter und Funktionen sollte ein Luftreiniger für Allergiker besitzen

Damit ein Luftreiniger effektiv entsprechende Allergene aus der Raumluft filtern kann, sind spezielle Filter bzw. eine Kombination von mehreren Filtern notwendig. Man unterscheidet hier zwischen Partikelschadstoffen und gasförmigen Schadstoffen, welche jeweils oder zusammen Auslöser von Allergien sein können. Ein guter Luftreiniger sollte immer beide Schadstoffgruppen filtern können. Auf diese Filter sollten Sie bei der Auswahl eines Luftreinigers achten:

Vorfilter

Im Vorfilter wird die Luft zunächst grob gereinigt. Er sammelt gröbere Verunreinigungen wie beispielsweise Tierhaare und grobe Staubpartikel und verlängert die Lebensdauer des HEPA-Filters.

HEPA-Filter

Der wichtigste Filter ist der HEPA-Filter- „High Efficiency Particulate Air Filter“ und bedeutet etwa „Filter mit hoher Wirksamkeit gegen Teilchen“. Dieser Filter filtert bis zu 0,3 Mikrometer große Partikel aus der Raumluft ab. Er filtert somit Hausstaub, Blüten-und Gräserpollen, Milbenkot, Tierhaare, Schimmelsporen, Tabakrauch und eingeschränkt auch Gase und Gerüche.

Aktivkohlefilter

Der Aktivkohlefilter filtert weitere Kleinstpartikel wie Gase, Rauchpartikel und Gerüche besonders effektiv.

UV-Filter oder Fotokatalysator (optional)

Der UV-Filter spaltet Viren, Bakterien und giftige Gase und macht sie unschädlich. Viren und Schimmelsporen können bis nahezu 100% neutralisiert werden.

Ozongenerator (optional)

Ozon neutralisiert unangenehme Gerüche sowie Pollen, Viren-oder Pilzbelastungen. Bei der Wahl des Luftreinigers sollte hier jedoch darauf geachtet werden, dass das produzierte Ozon im Gerät verbleibt, da hohe Ozonkonzentrationen kritisch zu betrachten sind.

Bei welchen Allergien hilft ein Luftreiniger?

Ein Luftreiniger macht viele Allergien erträglicher und lindert oder beseitigt deutlich die Symptome.

Pollenallergie

Gerade für Pollenallergiker ist eine Luftreinigung in Innenräumen besonders anzuraten. Blüten-und Gräserpollen werden beim Aufenthalt im Freien mit in die Wohnung gebracht und sind an Kleidung und Haut stark anhaftend. Durch geöffnete Fenster und Türen dringen Pollen zusätzlich in unsere Wohnräume ein.

Hausstaub oder Grobstaub

Gegen die weit verbreitete Hausstauballergie kann ein Luftreiniger effektiv für Abhilfe sorgen. Hausstauballergiker haben es im Grunde noch schwerer als manche Pollenallergiker. Denn Pollen treten hauptsächlich saisonabhängig auf während sich der Hausstaub ständig in unseren Räumen tummelt. Zusätzlich sollte immer eine gründliche Reinigung von Möbeln und Böden erfolgen. Damit der Staub gebunden und nicht aufgewirbelt wird, sollte immer nass gewischt und gereinigt werden.

Hausstaubmilben Allergie

Streng genommen ist die Hausstauballergie eigentlich eine Allergie gegen Hausstaubmilben bzw. deren Kot. Dieser vermischt sich durch Aufwirbelungen – wie etwa beim Bettenmachen – mit unserem restlichen Hausstaub. Hausstaubmilben können nicht zu 100% völlig entfernt werden, auch nicht bei bester Hygiene. Man kann sie jedoch deutlich reduzieren, z.B. durch regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche und durch spezielle Überzüge für Allergiker. Ein Raumluftreiniger kann dann zusätzlich den noch verbleibenden Staub aus der Raumluft filtern.

Tierhaare

Hunde-und Katzenallergien sind die am weitesten verbreiteten Tierhaarallergien, allen voran die Katzenhaarallergie. Oftmals reicht schon ein geringer Kontakt mit den hochaggressiven Allergenen, um Beschwerden auszulösen, selbst wenn das Tier nicht im eigenen Haushalt lebt. Vorbeugend sollte also der Kontakt mit dem Tier möglichst vermieden werden und die Wohnräume regelmäßig gereinigt werden. Ein Luftreiniger kann zusätzlich für Abhilfe sorgen.

Heuschnupfen – sofortige Erleichterung durch Geräte mit HEPA-Filter

Heuschnupfen ist die am weitesten verbreitete Allergie und plagt jedes Jahr erneut Betroffene. Speziell Gräserpollen, die von Mai – August unterwegs sind lösen oftmals starke Beschwerden aus wie Fließschnupfen, juckende Augen oder Niedergeschlagenheit. Nach einem Aufenthalt im Freien tragen wir die Blütenpollen mit in unsere Räume oder sie dringen durch geöffnete Fenster beim Lüften ein. Ein Luftreiniger mit HEPA-Filter kann die Pollenkonzentration im besten Fall um bis zu 99,5% verringern und somit das Atmen wieder deutlich erleichtern. Ein zusätzlich zuschaltbarer Ionisator sorgt gleichzeitig für frische Luft und bindet die Pollen dadurch noch effektiver. Kein anderes Hilfsmittel kann den Auslöser fast vollständig beseitigen, so bekämpfen beispielsweise Allergietabletten nur die Symptome, nicht aber die Ursachen.

Luftreiniger für Allergiker zu Hause richtig aufstellen

Damit ein Luftreiniger stets effektiv seinen Dienst verrichten kann, sollte er immer in dem Raum aufgestellt werden, in dem man sich die meiste Zeit des Tages aufhält. Das kann das Schlafzimmer, Wohnzimmer oder auch das Büro sein. Es empfiehlt sich, beim nach Hause kommen zunächst einmal kurz stoßzulüften – am besten Abends – denn da ist die Pollenkonzentration geringer als tagsüber. Anschließend sollte dann der Luftreiniger für mehrere Stunden in Betrieb genommen werden.

Schlafzimmer

Wenn Sie den Luftreiniger im Schlafzimmer aufstellen möchten, dann achten Sie bei der Wahl unbedingt auf ein leises Gerät – je nachdem, wie empfindlich Sie gegen Geräusche sind. So kann der Raumluftreiniger auch über Nacht laufen und Sie können trotzdem ungestört schlafen. Üblicherweise halten wir uns zwischen 7-8 Stunden im Schlafzimmer auf, also die meiste Zeit des Tages in unserem Zuhause.

Kinderzimmer

Bereits ca. 20-25% aller Kinder in den westlichen Industrieländern leiden unter Allergien. Diese können sowohl durch Schadstoffe in der Luft als auch durch Nahrungsunverträglichkeiten ausgelöst werden, teilweise werden sie aber auch vererbt. Kinder reagieren aufgrund ihres noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystems vielfach deutlich sensibler auf allergieauslösende Stoffe als ältere Menschen. Auch Ausdünstungen aus Möbeln, Chemikalien aus der Kleidung oder Feinstaub und Rußpartikel aus Verbrennungsprozessen von Kraftfahrzeugen und der Industrie können Allergien auslösen oder begünstigen. Daher ist es ratsam, auch für reine Luft im Kinderzimmer durch Luftreiniger zu sorgen.

Kann ein Luftreiniger der Entwicklung von Allergien vorbeugen?

Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, hauptsächlich auch bei Kindern und Jugendlichen. Die Ursachen können vielschichtig sein – als Auslöser gelten diverse Umwelteinflüsse aber auch eine genetische Disposition. So kann im Prinzip jede Belastung aus unserer Umwelt und Atemluft oder aus unserer Nahrung Allergien auslösen oder begünstigen. Oftmals kann der primäre Auslöser einer Allergie gar nicht festgestellt werden. Schon im Kleinkindalter kann es zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen, die sich jedoch später beispielsweise durch externe Umwelteinflüsse und Belastungen potenzieren und zu einer Pollenallergie ausweiten.
Aber nicht nur äußere Einflüsse, wie beispielsweise Feinstaub und Rußpartikel aus dem Straßenverkehr, sondern auch dauerhafte „Bewohner“ wie ausgedünstete Chemikalien aus Wänden Möbeln und Teppichen oder aus Druckern belasten unsere Atemluft dauerhaft und können eine Disposition von Allergien begünstigen oder auslösen. Somit kann der Einsatz eines Luftreinigers durchaus der Entwicklung von Allergien vorbeugen.

Feinstaub und Ruß

Neueste Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass die fortwährende Ausbreitung von Allergien aus einer „Fusion“ von Feinstaubpartikeln und Pollen zurückzuführen ist, da das Immunsystem des Körpers hierbei beträchtlich stärker reagiert. Kinder, die sich in einer eher ländlichen Umgebung aufhalten, sind weniger anfällig für allergische Atemwegserkrankungen und Asthma als Stadtkinder. Untersuchungen hierzu zeigten, dass 10,5% der Stadtkinder, aber nur 4,1% der Landkinder unter Heuschnupfen leiden. Und Kinder, die beispielsweise auf einem Bauernhof aufwuchsen, 15 Mal weniger häufig unter Asthma und Heuschnupfen leiden.

Zigarettenrauch

Eine Studie in der Fachzeitschrift PNAS machte unlängst darauf aufmerksam, dass von Räumen, in denen geraucht wurde, insbesondere für Kleinkinder Gesundheitsrisiken ausgehen, die bisher kaum bedacht wurden. So lagert sich das beim Rauchen freigesetzte Nikotin in Möbeln, Tapeten, Vorgängen und Teppichen ab und kann dort über viele Monate hinweg haften bleiben. Nikotin reagiert dann mit Stickstoffverbindungen aus der Luft, wodurch sich zahlreiche krebserregende Nitrosamine bilden. Zum Teil bilden sich sogar neue krebserregende Stoffe, die im Haupt-oder Nebenstromrauch einer Zigarette gar nicht enthalten sind. Luftreiniger können Zigarettenrauch in der Wohnung sicherlich etwas begrenzen, jedoch nicht komplett einfangen.

Hilft das Aufstellen von Pflanzen bei Pollenallergien?

Obwohl Pflanzen generell Schadstoffe aus der Luft filtern, helfen sie Pollenallergikern nicht. Pollenallergiker reagieren meist ebenso allergisch auf eine große Vielfalt an Zimmerpflanzen. Daher werden die Beschwerden durch das Aufstellen von Pflanzen meistens nicht gelindert.

Werden Luftreiniger von der Krankenkasse bezuschusst?

Krankenkassen übernehmen nur in Ausnahmefällen die Kosten für einen Luftreiniger. So gibt es ein Urteil des Bundessozialgerichts, dass ein Allergiker der aufgrund starker Beschwerden keine Nachtruhe fand, die Kosten von seiner Krankenkasse erstattet bekam. Eine Anfrage bei der Krankenkasse – zumindest für eine Teilzahlung – kann sich also unter Umständen lohnen.

Fazit zum Thema Luftreiniger für Allergiker

Ein Luftreiniger verbessert nachweislich die Luftqualität in unseren Räumen und filtert bis zu 99,9% der belastenden Partikel aus der Luft. In jedem Fall lohnt es, ein solches Gerät zur Verbesserung und im besten Fall zur Beseitigung von allergischen Beschwerden auszuprobieren. Viele Anwender berichten von äußerst positiven Erfahrungen durch den Einsatz eines Luftreinigers und konnten ihre Lebensqualität deutlich und nachhaltig verbessern.